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WPBakery Vor- und Nachteile: unsere ehrliche Expertenbewertung

WPBakery gehört zu den meistgenutzten WordPress-Page-Buildern – aber ist er die richtige Wahl für dein Projekt? Wir zeigen dir anhand echter Kundenprojekte, wo WPBakery überzeugt und wo er dich Zeit und Geld kostet.

Vor 2 Wochen
Von Klara Fleisch
WPBakery Pros and Cons Hero
Geschrieben von
Klara Fleisch
27.04.2026

WPBakery ist einer der am weitesten verbreiteten WordPress-Page-Builder überhaupt. Ob er die richtige Wahl ist, hängt aber von deiner Situation ab. Hier erfährst du, was wir aus der Arbeit damit gelernt haben, wo die echten Stärken und Schwächen liegen – und wie er sich im Vergleich zu anderen WordPress-Page-Buildern schlägt.

Was ist WPBakery?

WPBakery (früher bekannt als Visual Composer) ist ein Drag-and-Drop-Page-Builder-Plugin für WordPress. Damit kannst du Seiten visuell über einen Backend-Editor aufbauen, ganz ohne Code.

Das WPBakery-Plugin gibt es schon seit Jahren und es wird mit vielen Premium-WordPress-Themes mitgeliefert – was ein wesentlicher Grund dafür ist, dass es nach wie vor so eine grosse Nutzerbasis hat. Das angesagteste Tool ist es 2026 nicht mehr, aber es wird noch immer sehr viel eingesetzt; und in bestimmten Situationen durchaus zu Recht.

WPBakery in der Praxis: Was uns ein Kundenprojekt gelehrt hat

Wir haben mit einem Kunden zusammengearbeitet, der seine Homepage und wichtige Landingpages für Schulungen neu gestalten wollte. Die Website lief bereits auf WPBakery, also war ein Wechsel des Builders keine realistische Option – das hätte bedeutet, alles von Grund auf neu zu bauen, was schlicht nicht kosteneffizient gewesen wäre.

Unsere Aufgabe war es, die Seitenvorlagen zu entwerfen und umzusetzen. Der Kunde sollte die Inhalte dann selbst verwalten und erweitern.

Das neue Design kam gut an. Wir haben Templatera zusammen mit wiederverwendbaren Komponenten eingesetzt, um den Editor für den Kunden so übersichtlich wie möglich zu gestalten. Das hat funktioniert. Aber einige Herausforderungen waren unerwartet – und genau die solltest du kennen, bevor du ein ähnliches Projekt angehst.

Einige Abschnitte mussten als fest kodierte HTML-Blöcke bestehen bleiben, weil eine saubere Neuerstellung innerhalb der WPBakery-Struktur zu aufwendig und zu teuer gewesen wäre. Ausserdem ist WPBakery für nicht-technische Nutzer alles andere als intuitiv. Selbst mit fertigen Vorlagen brauchte unser Kunde praktische Unterstützung, um sich im Editor überhaupt zurechtzufinden.

Die wichtigste Erkenntnis aus diesem Projekt: WPBakery macht Sinn, wenn du bereits damit arbeitest. Eine laufende Seite neu aufzubauen, nur um den Builder zu wechseln, lohnt sich selten. Aber mit realistischen Erwartungen ranzugehen – was Flexibilität, Benutzerfreundlichkeit und die Grenzen des Tools angeht – ist wirklich wichtig. 

Genau diese Erwartungen prägten unsere Bewertung der WPBakery-Stärken und -Schwächen. Unsere WordPress-Experten Janick Lüchinger und Marie Vaxelaire erklären das im Folgenden detailliert.

Die Stärken von WPBakery

Kurzer Hinweis vorab: Das Folgende bezieht sich ausschliesslich auf den Backend-Editor. Der Frontend-Editor gilt allgemein als unzuverlässig und langsam – die meisten erfahrenen Entwickler lassen die Finger davon.

Vorteile aus Entwicklerperspektive

Unser CMS-Experte Janick Lüchinger hat mit WPBakery an bestehenden Setups gearbeitet und sieht in bestimmten Situationen klaren Mehrwert:

  • Technisch gesehen ist WPBakery stabil – es bringt keine Probleme mit sich, wenn eine Website bereits darauf aufgebaut ist.
  • Viele Premium-Themes liefern native WPBakery-Elemente mit und enthalten manchmal sogar eine Pro-Lizenz, was die Einrichtung deutlich vereinfacht.
  • Benutzerdefinierte Elemente lassen sich verhältnismässig unkompliziert erstellen – mit entsprechendem Know-how hat man solide Kontrolle über die HTML-Struktur.
  • Wiederverwendbare Vorlagen über Templatera helfen dabei, die Entwicklung zu beschleunigen und die Übergabe an den Kunden zu vereinfachen – genau das hat uns beim oben beschriebenen Projekt entscheidend geholfen.
  • Das Plugin wird aktiv weiterentwickelt, die Kompatibilität mit aktuellen WordPress-Versionen ist also kein Thema.

Vorteile für Kunden und Nutzer

Für Kunden, die Inhalte selbst verwalten, ist WPBakery mit der richtigen Schulung durchaus handhabbar. Alltägliche Aktualisierungen erfordern keine Programmierkenntnisse, und wiederverwendbare Layouts verringern das Risiko, das Design versehentlich durcheinanderzubringen. Ganz reibungslos läuft es nicht – aber mit der richtigen Einrichtung ist es nutzbar.

Die Grenzen von WPBakery

Hier kommt die Erfahrung unserer Entwicklerin Marie Vaxelaire besonders zum Tragen. Es lohnt sich, das aufmerksam zu lesen, wenn du WPBakery für ein neues Projekt in Betracht ziehst.

Nachteile aus Entwicklerperspektive

Der Backend-Editor wirkt veraltet. Auf Seiten mit viel Inhalt verliert man schnell den Überblick – besonders bei Seiten, die jemand anderes erstellt hat. Einfache Dinge wie das Kopieren und Einfügen von Elementen sind zwar möglich, aber umständlich – nichts vergleichbar mit dem Strg+C / Strg+V, das man aus Elementor oder Gutenberg kennt. Diese Extra-Aufwände summieren sich mit der Zeit.

Das grössere strukturelle Problem ist die Starrheit der nativen Elemente. Wenn dein Design in einem Tool wie Figma entstanden ist – unabhängig von den Einschränkungen von WPBakery – ist es schwierig, pixelgenaue Ergebnisse zu erzielen. Oft braucht es aufwendige Workarounds, Custom CSS und viel Ausprobieren.

Am Ende fügst du häufig eigenen Code ein – was den Sinn eines Page Builders ein Stück weit untergräbt. Auch das generierte HTML hilft nicht weiter: Tief verschachtelte Container erzeugen aufgeblähtes Markup, was sich negativ auf die Performance und die zukünftige Wartbarkeit auswirkt.

Nachteile für Kunden und langfristige Erwägungen

Für Website-Betreiber, die längerfristig denken, gibt es noch ein paar weitere Punkte zu bedenken:

  • KI-gestützte Bearbeitung ist in WPBakery eingeschränkt – du kannst moderne KI-Funktionen nicht so in deinen Workflow integrieren, wie es bei neueren Tools möglich ist.
  • Ein späterer Wechsel ist mühsam, weil Inhalte in Shortcodes eingeschlossen sind. Deaktivierst du das Plugin, erscheinen diese Shortcodes als Rohtext auf der gesamten Website.
  • Viele Entwickler zögern ausserdem, WPBakery-Projekte zu übernehmen, weil die Architektur veraltet ist – das kann deine Optionen einschränken, wenn du externe Hilfe brauchst.
  • Und wenn dein Entwickler sich ohne Programmierkenntnisse vollständig auf den Page Builder verlässt, stösst er schnell an Grenzen, sobald WPBakery etwas nicht nativ bewältigen kann – die Ausweichlösung ist dann oft ein Haufen zusätzlicher Plugins oder gar keine saubere Lösung.

WPBakery vs. andere Page Builder: die Kurzfassung

Wenn deine Website bereits auf WPBakery läuft, ist es oft die pragmatische Wahl, dabei zu bleiben. Einen kompletten Neuaufbau nur für eine Migration lohnt sich finanziell meist nicht – besonders wenn die Seite läuft und Kunden die Inhalte ohne grössere Hürden selbst verwalten können.

Bei neuen Projekten sieht die Sache anders aus. Der WordPress-Page-Builder Elementor bietet ein moderneres Bearbeitungserlebnis, bessere KI-Integration und saubereren Output. Gutenberg, der native Block-Editor von WordPress, ist in jeder WordPress-Installation enthalten, vermeidet Shortcode-Lock-in vollständig und hat sich zu einem leistungsfähigen Tool entwickelt.

Für Projekte, die eine schnelle und flexible Einrichtung erfordern, greifen wir oft auf Breakdance zurück. Dieser Page Builder kombiniert moderne Entwicklungspraktiken mit einer übersichtlichen Oberfläche und liefert gute Performance ohne unnötigen Overhead.

Alle drei – Elementor, Gutenberg und Breakdance – sind bessere Ausgangspunkte als WPBakery, wenn du 2026 von Grund auf neu startest.

WPBakery hat nach wie vor seinen Platz im WordPress-Ökosystem – nur eben nicht als erste Wahl für neue Projekte.

Du arbeitest mit einer WordPress-Seite und bist dir nicht sicher, welcher Ansatz für dich sinnvoll ist? Wir helfen Unternehmen beim Aufbau, der Neugestaltung und der Pflege von WordPress-Websites – von Strategie und Design bis hin zu Entwicklung und langfristigem Support. Schau dir unsere WordPress-Services an, um zu sehen, wie wir solche Projekte angehen.

FAQ

Lohnt sich WPBakery im Jahr 2026 noch?

Für bestehende Websites, die auf WPBakery aufgebaut sind, ja – ein Wechsel des Builders mitten im Projekt ist in der Regel nicht kosteneffizient. Für neue Projekte sind modernere Alternativen wie Elementor, Gutenberg oder Breakdance generell die bessere Wahl.

Was ist der Unterschied zwischen dem Frontend- und dem Backend-Editor von WPBakery?

Kann ich Inhalte in WPBakery einfach verwalten?

Wie schwierig ist es, von WPBakery wegzumigrieren?

Klara Fleisch

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