Wie du mit Google Search Console deine SEO verbesserst

Google Search Console (GSC) ist eine Sammlung verschiedener Tools, die dir Auskunft darüber geben, wie deine Website aus der Perspektive von Google strukturiert ist und wie du die Sichtbarkeit deiner Website erhöhen kannst. GSC hilft dir dabei, Möglichkeiten zu erkennen und liefert Informationen zur Indexierung sowie zu anderen SEO-Themen, die für die Verbesserung des Suchmaschinen-Rankings deiner Website (SEO) von Bedeutung sind.

GSC bietet viele wertvolle Einblicke in häufig übersehene Themen und wir möchten unsere Tipps und Tricks mit dir teilen, um dir einen besseren Einblick in GSC zu verschaffen und dir bei der Optimierung deiner Website zu helfen.

Wie du den Leistungsbericht nutzt, um dein Suchmaschinen-Ranking zu verbessern

Um eine Vorstellung von der Gesamtleistung deiner Website in Google zu bekommen, stellt GSC dir den Leistungsbericht zur Verfügung. Dieser Bericht zeigt dir die Anzahl der Gesamtklicks, die Gesamtimpressionen und den durchschnittlichen CPR sowie die durchschnittliche Position für Suchanfragen, Seiten, Geräte und Darstellung in der Suche (Rich Results).

Optimiere leistungsschwache Keywords – Low-Hanging-Fruit-Strategie

Da du die Position jedes einzelnen deiner Keywords sehen kannst, ist es einfach, jene Keywords herauszufiltern, die unterdurchschnittlich abschneiden – d.h. keine Klicks erhalten. Dies könnte beispielsweise daran liegen, dass sie ausserhalb von Seite 1 gerankt sind. GSC zeigt dir an, auf welcher Seite das Keyword rangiert, sodass du systematisch daran arbeiten kannst, bestimmte Seiten zu verbessern. Die Informationen darüber, wie viele Impressionen ein Keyword erhält, können zur Priorisierung deiner Arbeit benutzt werden.

Indem bei Position ein Filter zwischen 3 und 20 gesetzt, und die Tabelle nach Position sortiert wird, kann man leicht erkennen, welche Suchanfragen hohes Verbesserungspotenzial besitzen und zu höheren Klickraten führen, wenn sie um ein paar Rankings nach oben verschoben werden.

Finde Opportunity-Keywords mit grossem Potenzial

Die Informationen aus dem Leistungsbericht können auch verwendet werden, um Keywords aufzuspüren, für die du bereits in Reichweite von Seite 1 rangierst, welche du aber noch nicht in deine SEO-Strategie aufgenommen hast. Für diese Suchanfragen betrachtet Google deine Seite bereits als geeignet, was bedeutet, dass anhand dieses Keywords mit ein wenig Optimierung eine Top-Position erreicht werden kann. Hier sollte auch darauf geachtet werden, dass die Keywords genügend Impressionen erhalten.

Du solltest dich besonders auf jene Suchanfragen konzentrieren, die auch ohne eigene Landingpage eine hohe Anzahl an Impressionen erzielen.

Top-Tipp! Falls du eine Keyword-Recherche durchführst: dieser Bericht ist unerlässlich, um zu erfahren, wie gesucht wird, welche Rankings du bereits einnimmst und welche potenziellen Keywords du in die Optimierung einbinden kannst.

Gehe zu Queries-Report und sortiere nach „Impressions“

Zusätzlich kannst du auch länderspezifische Filter hinzufügen, um die Suchvolumen in deinem Zielmarkt zu sehen.

 

Verbessere CTR von Top-Ranking-Keywords

Es kann vorkommen, dass ein Keyword eine Top-Platzierung und viele Impressionen hat, aber trotzdem eine niedrige CTR aufweist, also sehr wenige Klicks erhält. Um herauszufinden, bei welchen Keywords dies der Fall ist, kannst du nach Keywords filtern, die ein niedrigeres Ranking als Position 3.1 haben und sie nach CTR in aufsteigender Reihenfolge sortieren. Um Verbesserungen vornehmen zu können, musst du ebenfalls überprüfen, welche Seite für dieses Keyword gerankt wird, indem du auf das Keyword klickst und dann zu „Pages“ wechselst.

Auf unserer Seite haben wir dieses gefunden.

Nun musst du herausfinden, was das Problem sein könnte, welches die Klickraten niedrig hält, zum Beispiel indem du die Suchergebnisse auf Google für dieses spezifische Keyword überprüfst.

Ein Grund für dieses Problem könnte sein, dass die Suchintention nicht mit dem Keyword übereinstimmt, d.h. dass Nutzer eine andere Antwort auf ihre Suchanfrage erwarten, als die, die du ihnen lieferst. Du kannst schauen, welche Resultate andere Seiten auf dieselbe Suchanfrage hervorbringen und bei Bedarf deinen Content anpassen.

Für einige Suchanfragen zeigt Google hervorgehobene Snippets. Wenn dies bei deinem Keyword der Fall ist, ist es äusserst ratsam, deine Seite zu optimieren und sie auch für dich zu gewinnen, denn die Snippets erhalten viele Klicks. Wenn die Suchintention in einem Kauf besteht, werden viele Klicks oft durch Anzeigen weggenommen. In diesem Fall solltest du nicht in die Optimierung deiner Seite für dieses Keyword investieren.

Eine weitere Möglichkeit, die CTR einer Seite zu optimieren, ist die Verbesserung des Anzeigentextes. Um deine Seite für Suchende attraktiver zu machen, kannst du die Seitentitel und Metabeschreibungen optimieren. Ausserdem funktioniert es gut, einen Handlungsaufruf in den Text mit einzubeziehen.

Versuche, die Botschaft an dein Zielpublikum anzupassen. Eine Möglichkeit, deine Zielgruppe auf effiziente Weise zu erreichen, besteht in der Verwendung von spezifischeren Keywords. Es kann auch helfen, das Publikum besser kennen zu lernen und herauszufinden, welche Sprache es benutzt, was es interessiert und was nicht.

Suche nach Seiten, die Traffic verlieren und aktualisiere sie

Manch Content muss ständig auf dem neuesten Stand sein, sonst besteht die Gefahr, Traffic zu verlieren. Anhand der Search Console kannst du die Leistung einer Seite mit der vorherigen Periode vergleichen und somit feststellen, welche Seiten in diesem Zeitraum wie viel Traffic verloren haben.

Füge einen Vergleich des Datumsbereichs hinzu, um die Leistung deiner Website in den letzten sechs Monaten mit den vorangegangen sechs Monaten zu vergleichen.

Gehe zu „Pages“ und sortiere nach „Difference“, um die Seiten mit dem höchsten Traffic-Verlust zu sehen.

Klicke auf die URL, wechsle zum „Queries“-Bericht und sortiere nach „Difference“. Dies zeigt dir ebenfalls, welche Suchanfragen Traffic verloren haben.

Wie der „Link“-Bericht dir beim Linkbuilding hilft

Im „Link“-Bericht bekommst du einen Überblick über die internen und externen Links deiner Seite. Backlinks sind wertvoll für deine SEO, daher ist es hilfreich zu wissen, welchen Content du erstellen musst, um die meisten externen Links zu erhalten. GSC hilft dir dabei, indem sie dich darüber informiert, wie viele Links jede deiner Seiten generiert.

Was ist der Bericht zur Indexabdeckung (Index Coverage Report)?

Der Bericht zu Indexabdeckung liefert einen Einblick in den technischen Teil deiner Website und kann sehr hilfreich sein. Er gibt dir Informationen über die Anzahl der indexierten Seiten deiner Webseite auf Google (seit dem letzten Update), über jene, die nicht indexiert sind und welche Fehler und Warnungen bei deren Indexierung durch Google aufgetreten sind.

Wie du den Bericht zur Indexabdeckung nutzen solltest

Bei der Überprüfung des Berichts ist es am besten, mit dem Diagramm auf der Übersichtsseite zu beginnen. Die Anzahl der angezeigten Seiten sollte gleichmässig sein und mit den dir bekannten Änderungen übereinstimmen. Wenn es auffällige Einbrüche gibt, ist dies ein Zeichen dafür, dass Google Probleme beim Zugriff auf deine Website hat. Dann musst du herausfinden, ob es sich dabei um ein Problem mit der robots.txt-Datei oder um einen Serverfehler handelt.

 

Der Fehler-Abschnitt unterhalb des Diagramms zeigt eine Liste, die nach Schweregrad sortiert ist. Beginne mit der Überprüfung bei den rot markierten Fehlern oben und arbeite dich nach unten durch.

Du kannst auf Fehler klicken, um zu sehen, welche Seiten davon betroffen sind und Tools wie „URL Inspection“ benutzen, um sie weiter zu analysieren. Nachdem du einen Fehler beseitigt hast, kannst du die „Validate Fix“-Funktion benutzen, damit Google die Seite noch einmal crawlt.

Um mehr über allgemeine Indexierungs-Probleme zu erfahren und herauszufinden, wie sie behoben werden können, kannst du dir unseren SEO Indexation Guide durchlesen.

Wie oft du den Bericht zur Indexabdeckung überprüfen solltest

Obwohl du eine Benachrichtigung erhältst, wenn ein neuer Fehler auftritt, ist es empfehlenswert, den Bericht regelmässig zu überprüfen. Das liegt daran, dass sich Fehler mit der Zeit verschlimmern können und du über ihre Entwicklung immer auf dem neuesten Stand bleiben solltest, falls sie nicht sofort behoben werden können. Wenn du regelmässig neuen Content erstellst, solltest du darauf achten, dass die Anzahl deiner indexierten Seiten auch kontinuierlich zunimmt.

Wie der Sitemaps-Bericht dir dabei hilft, sicherzustellen, dass deine Sitemaps von Google geparst werden können

Mit dem Sitemap-Bericht kannst du die Sitemaps deiner Website an die Google Search Console übermitteln und somit die Fehler anzeigen lassen, die der Googlebot beim Crawlen der Sitemaps festgestellt hat. Es kann auch sein, dass GSC Probleme bei der Verarbeitung einer Sitemap hat. Dies kann in zwei Fällen passieren – in einem wird die Sitemap nur teilweise, in dem anderen überhaupt nicht geparst. Im ersten Fall kannst du auf die fehlerhafte Sitemap klicken und eine Liste der spezifischen Fehler sehen. Im zweiten Fall kannst du das URL-Prüftool nutzen, um Informationen darüber zu erhalten, warum die Search Console die Sitemap nicht abrufen konnte. In der vollständigen Fehlerliste von Google findest du Informationen zu allen Fehlern, die im Sitemap-Bericht gemeldet werden und darüber, wie mit diesen Fehlern umgegangen werden kann.

Wie du deine strukturierten Daten mit Search Console verbesserst

Im „Enhancement“-Menü bietet GSC eine zusammenfassende Tabelle, die dir einen Überblick über alle Fehler und Warnungen verschafft. Ausserdem kannst du dort die gültigen Elemente (Items) von spezifischen Typen strukturierter Daten auf deiner Website sehen. Um herauszufinden, welche Seiten von einem bestimmten Fehler oder einer Warnung betroffen sind, kannst du auf sie klicken.

 

Danach hast du die Möglichkeit anhand Googles URL-Prüftools jede URL einzeln zu inspizieren.

Die bereitgestellten Informationen helfen dir dabei, zu erkennen, was verbessert werden muss und worauf du deinen Fokus bezüglich der URL richten solltest.

Ein weiteres Tool, das Google zur Verfügung stellt, ist der Rich Result Test, welcher dir hilft deinen Code direkt im Browser zu testen und anzupassen.

Zusätzlich gibt es den Bericht zu Parsing-Fehlern bei strukturierten Daten, welcher dir Fehler im Hinblick auf strukturierte Daten-Features anzeigt, die nicht identifiziert werden konnten. Dies hilft dir dabei, verlorene Gelegenheiten für Rich Results zu erkennen.

Optimiere deine Seitengeschwindigkeit mit dem Page Speed Report

Der Page Speed Report ordnet URLs die Kategorien „schnell“, „moderat“ und „langsam“ zu. Um ein spezifisches Problem zu analysieren, welches eine langsame Seitengeschwindigkeit verursacht, leitet dich GSC zum Page Speed Insights-Tool. Das Tool liefert dann Informationen darüber, wie die Seite optimiert werden kann, um das Problem zu lösen. Allerdings ist dabei wichtig zu wissen, dass dieses Tool sehr vereinfacht ist und nur einen ungenauen Einblick verschafft. Der Grund dafür ist, dass es sich hauptsächlich darauf konzentriert, ob „Best Practices“ angewendet werden oder nicht. Daher erhalten Seiten, die Drittanbieter-Ressourcen wie z.B. JavaScript verwenden und somit nicht der „Best Practice“ entsprechen, automatisch eine schlechtere Bewertung. Einen genaueren, wenn auch komplexeren Ansatz, um die tatsächliche Geschwindigkeit deiner Website für Benutzer zu messen, bietet das Tool WebPageTest, welches auch von vielen Fachleuten verwendet wird.

Google empfiehlt den Page Speed Report sowohl für das Monitoring deiner Leistung über einen gewissen Zeitraum, als auch zur Nachverfolgung von Fehlerbehebungen, die du auf deiner Seite unternommen hast. Dadurch kann überprüft werden, ob die Nutzer beim Browsen der korrigierten Version deiner Website eine Leistungsverbesserung feststellen konnten.

Identifiziere Probleme mit der mobilen Benutzerfreundlichkeit

Mit dem Bericht zur Nutzererfahrung auf Mobilgeräten (Mobile Usability Report) kannst du herausfinden, welche Seiten Probleme in Hinblick auf Nutzerfreundlichkeit verursachen, wenn sie von mobilen Geräte aufgerufen werden. Wie bei den anderen Berichten kannst du auf die Fehler klicken, um zu sehen, welche Seiten davon betroffen sind. Google stellt dir ein detailliertes Dokument zur Verfügung, welches dir bei der Priorisierung und Behebung dieser Probleme hilft.